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Waldzustands-Monitor

Kronenzustand der Wälder in Deutschland – Ergebnisse der Waldzustandserhebung

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Hilfe und Glossar

Wie bedient man die Datenauswertung, was zeigt eine bestimmte Abbildung, und was bedeutet ein Fachbegriff? Die Antworten stehen hier — das Glossar mit 21 Begriffen und zu jedem die Fundstelle, auf die er sich stützt.

Die Datenauswertung bedienen

Die Datenauswertung zeigt immer genau eine Auswahl. Vier Felder bestimmen sie; jede Änderung wirkt sofort, ein Absenden ist nicht nötig. Ohne JavaScript erscheint eine Schaltfläche „Auswerten“, und die Seite lädt neu — das Ergebnis ist dasselbe.

Parameter
Was ausgewertet wird — Kronenzustand, Schadanteil, Holzeinschlag. Die Liste kommt aus dem Parameterregister; was dort steht und was es bedeutet, erklären die Methoden.
Gebiet
Ein Bundesland, die Bundesebene — oder alle Gebiete für den Ländervergleich.
Aufnahmejahr
Ein einzelnes Jahr — oder alle Jahre für den Zeitverlauf. Angeboten werden nur Jahre, zu denen Werte vorliegen.
Baumartengruppe
Eine einzelne Gruppe, die von der Quelle gelieferte Gesamtgruppe „Alle Baumarten“ — oder nach Gruppen getrennt. Das Letzte ist etwas anderes als das Vorletzte: „Alle Baumarten“ ist eine veröffentlichte Zeile, „getrennt“ stellt die vorhandenen Gruppen nebeneinander. Die Anwendung rechnet niemals selbst einen Gesamtwert aus Gruppenwerten aus.

Gebiet und Jahr bestimmen die Form der Auswertung

Aus diesen beiden Feldern ergibt sich, was gezeigt wird: ein Gebiet in einem Jahr zeigt dessen Verteilung, ein Gebiet über alle Jahre den Zeitverlauf, alle Gebiete in einem Jahr den Ländervergleich mit Karte, alle Gebiete über alle Jahre die Kreuztabelle. Ein Wechsel des Feldes wechselt deshalb auch die Abbildungen.

Jede Auswertung hat ihre eigene Adresse

Die Auswahl steht in der Adresszeile und lässt sich als Lesezeichen speichern oder weitergeben. Die Feldnamen sind parameter, gebiet, jahr, baumart und — bei stufenbasierten Parametern — stufe. Der Wert alle steht für „alle Gebiete“ beziehungsweise „alle Jahre“, der Wert getrennt für „nach Baumartengruppen getrennt“. „Zurück“ und „Vorwärts“ des Browsers arbeiten wie gewohnt.

Bedienung mit der Tastatur

  • Alle Auswahlfelder, Tabellenköpfe, Kartenflächen und Diagrammbereiche liegen im Tabulatorlauf und reagieren auf die Eingabetaste.
  • Sortierbare Tabellenköpfe sind Verweise: Eingabetaste sortiert um.
  • In den Verlaufsdiagrammen springen die Pfeiltasten von Aufnahmejahr zu Aufnahmejahr, in der Heatmap von Zelle zu Zelle.
  • Breite Tabellen liegen in einem Bildlaufbereich, der selbst fokussierbar ist und mit den Pfeiltasten gerollt werden kann.
  • Die Sprungmarke ganz oben führt mit der ersten Tabulatortaste unmittelbar zum Inhalt.

Zahlen mitnehmen

Unter jeder Ergebnistabelle steht ein Verweis auf dieselben Zahlen als CSV-Datei. Sie enthält die Auswahl, die Werte und den Quellenvermerk.

Was die Abbildungen zeigen

13 Darstellungsformen kennt die Anwendung. Welche davon erscheinen, entscheidet die Auswahl. Die folgenden Sätze sind dieselben, die unter den Abbildungen stehen — sie beschreiben, was abgebildet ist, und legen keine Deutung nahe. Die fachliche Einordnung eines Wertes steht im Interpretationshinweis seines Parameters.

Karte
Die Bundesländer sind nach ihrem Wert im gewählten Aufnahmejahr eingefärbt. Länder ohne Wert bleiben ungefärbt und werden als „keine Angabe“ ausgewiesen.
Gestapeltes Balkendiagramm
Je Baumartengruppe ein Balken; die Abschnitte sind die Anteile der einzelnen Stufen. Die Farben stammen aus der Stufenskala des Parameters.
Kreisdiagramm
Die Anteile der Stufen einer Baumartengruppe als Kreis. Liegen nicht alle Stufen vor, ergänzt der Kreis die Lücke nicht.
Balkendiagramm je Baumartengruppe
Ein Balken je Baumartengruppe für das gewählte Gebiet und Aufnahmejahr.
Balkendiagramm je Aufnahmejahr
Ein Balken je Aufnahmejahr. Liegen Werte für mehrere Baumartengruppen vor, steht je Gruppe eine eigene Reihe zur Verfügung.
Liniendiagramm der Zeitreihe
Der Median je Aufnahmejahr als Linie, dazu das gleitende Mittel über fünf Aufnahmejahre. Lücken in der Reihe werden nicht überbrückt.
Balkendiagramm je Gebiet
Ein Balken je Bundesland im gewählten Aufnahmejahr, der Bundeswert als Referenzlinie. Weist die Quelle keinen aus, tritt der Median der Länder an seine Stelle und wird als solcher benannt. Ein Gebiet auswählen führt zu seiner Einzelauswertung.
Verteilung über die Gebiete
Ein Punkt je Bundesland auf derselben Werteachse wie das Balkendiagramm, dazu die mittlere Hälfte der Länder als Band und ihr Median als Linie. Das Bild zeigt, wie eng oder weit die Länder beieinanderliegen.
Kreuztabelle Gebiet × Aufnahmejahr
Alle Gebiete und alle Aufnahmejahre in einer Tabelle, mit Median je Zeile und je Spalte.
Heatmap Gebiet × Aufnahmejahr
Dieselbe Kreuztabelle, eingefärbt nach dem Wert der Zelle. Die Skala ergibt sich aus dem kleinsten und größten Wert der Länderzellen.
Wertetabelle
Die Zahlen der Auswertung in Tabellenform - die Grundlage jeder anderen Darstellung dieser Auswahl.
Kennzahlen
Median, unteres und oberes Quartil sowie Spannweite über die Bundesländer.
Einordnung des Gebiets
Rang des gewählten Gebiets im Ländervergleich und sein Abstand zum Median. Ohne fachliche Leserichtung des Parameters entfällt der Rang.

Eine Lücke ist keine Null

Fehlt ein Wert, steht in Tabellen und Diagrammen „keine Angabe“, und die Fläche bleibt schraffiert. Es wird weder eine Null eingesetzt noch eine Lücke in einer Zeitreihe überbrückt. Ein Land ohne Erhebung ist kein Land mit dem Wert null.

Glossar der Fachbegriffe

21 Begriffe, alphabetisch geordnet. Jeder nennt die Veröffentlichung, auf die er sich stützt; erklärt wird, was diese Veröffentlichung sagt, und nicht mehr. Dieselben Erläuterungen erscheinen als aufklappbare Infofelder an den Stellen der Anwendung, an denen die Begriffe vorkommen.

Absterberate

Jährlicher Anteil neu abgestorbener, noch stehender Probebäume am lebenden Vorjahreskollektiv.

Die NW-FVA unterscheidet diese Übergangsrate von schadenbedingten Entnahmen und vom Anteil bereits abgestorbener Bäume.

Siehe auch: Ausfallrate, Schadstufe.

Erläutert in der Auswertung: absterberate.

Quelle: NW-FVA / Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hrsg.), Waldzustandsbericht Niedersachsen 2024, S. 6–9: https://doi.org/10.5281/zenodo.13846347

Aufnahmejahr

Das Kalenderjahr, in dem die Probebäume beurteilt wurden.

Die Aufnahme findet jährlich zwischen Anfang Juli und Ende August statt – nach der vollständigen Blattentfaltung und vor der Herbstverfärbung, möglichst im gleichen Zeitraum wie zuvor. Jeder Wert dieses Angebots trägt deshalb ein Aufnahmejahr; es ist nicht das Jahr der Veröffentlichung. Statistiken außerhalb der Waldzustandserhebung – etwa die Holzeinschlagsstatistik – beziehen sich stattdessen auf ein Berichtsjahr.

Siehe auch: Waldzustandserhebung, Probebaum.

Quelle: Thünen-Institut für Waldökosysteme, Leitfaden und Dokumentation zur Waldzustandserhebung in Deutschland, Thünen Working Paper 84.2, 2. Auflage (2020), Teil IV, Abschnitt 5, S. IV-42: https://blumwald.thuenen.de/fileadmin/blumwald/WZE/Th%C3%BCnen_Working_Papers/ThuenenWorkingPaper_84_2_20200706_update.pdf

Ausfallrate

Hier: jährlicher Anteil der als Schadholz aus der Stichprobe entnommenen Bäume.

Die in den NW-FVA-Berichten veröffentlichte Rate umfasst schadenbedingte Entnahmen; die Gesamtheit aller methodischen oder nutzungsbedingten Stichprobenausfälle ist weiter gefasst.

Siehe auch: Absterberate, Stichprobennetz, Schadholz.

Erläutert in der Auswertung: ausfallrate.

Quelle: NW-FVA / Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hrsg.), Waldzustandsbericht Niedersachsen 2024, S. 6–9: https://doi.org/10.5281/zenodo.13846347

Baumartengruppe

Zusammenfassung von Bäumen für eine gemeinsame Auswertung nach Baumarten.

Die Berichte unterscheiden unter anderem Fichte, Kiefer, Buche, Eiche und weitere Laub- und Nadelbäume. Alle Baumarten ist ein Gesamtkollektiv, keine zusätzliche Art.

Siehe auch: Kronenverlichtung.

Quelle: NW-FVA / Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hrsg.), Waldzustandsbericht Niedersachsen 2024, S. 6–9: https://doi.org/10.5281/zenodo.13846347

Deutlich geschädigt

Zusammenfassung der kombinierten Schadstufen 2, 3 und 4 zu einer Zahl.

Der Waldzustandsindikator LIKI B4 weist diesen Anteil als eine einzige Zahl aus. Er ist weder ein Mittelwert der Kronenverlichtung noch eine vollständige Schadstufenverteilung: Aus der Summe lassen sich die einzelnen Stufenanteile nicht zurückrechnen. Von den starken Schäden ist er zu unterscheiden.

Siehe auch: Schadstufe, Warnstufe, Starke Schäden.

Erläutert in der Auswertung: anteil_deutlich_geschaedigt.

Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Waldzustand (LIKI B4), Definition: https://www.statistikportal.de/de/nachhaltigkeit/ergebnisse/ziel-15-leben-land/waldzustand

Einschlagsursache

Die Ursache, die zum Einschlag von Schadholz geführt hat – etwa Wind und Sturm, Insekten, Schnee und Duft oder Trockenheit.

Treten mehrere Schäden gemeinsam auf, wird die Ursache nachgewiesen, die in der Regel zum Absterben der Bäume geführt hat. Die Ursachen bilden eine Aufteilung ohne Rangfolge: Keine ist günstiger oder ungünstiger als eine andere. Bezugsgröße ist die eingeschlagene Menge – weder eine Zahl von Bäumen noch eine Fläche.

Siehe auch: Schadholz, Holzeinschlag.

Erläutert in der Auswertung: einschlagsursache.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Qualitätsbericht Holzeinschlagsstatistik sowie Fachserie 3 Reihe 3.3.1, Abschnitt „Erläuterungen“, Stichwort Einschlagsursachen: https://www.destatis.de/DE/Methoden/Qualitaet/Qualitaetsberichte/Land-Forstwirtschaft-Fischerei/holzeinschlagsstatistik.pdf

Fruktifikation

Bildung von Früchten beziehungsweise Samen im aktuellen Aufnahmejahr.

Erfasst wird ihre Intensität in der beurteilten Krone. Eine hohe Intensität ist kein allgemeines Gütesiegel; sie kann die Ressourcenverteilung innerhalb des Baumes verändern.

Siehe auch: Kronenverlichtung.

Erläutert in der Auswertung: fruktifikationsstufe.

Quelle: Thünen Working Paper 84, 2. Auflage (2020), Teile I, III und IV: https://blumwald.thuenen.de/fileadmin/blumwald/WZE/Th%C3%BCnen_Working_Papers/ThuenenWorkingPaper_84_2_20200706_update.pdf

Holzartengruppe

Zusammenfassung von Baumarten in der Holzeinschlagsstatistik – vier Gruppen, nach denen die eingeschlagene Holzmenge ausgewiesen wird.

Die Holzeinschlagsstatistik des Statistischen Bundesamtes fasst die eingeschlagene Holzmenge in vier Gruppen zusammen: Eiche und Roteiche; Buche und sonstiges Laubholz; Kiefer und Lärche; Fichte, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz. Diese Gruppen sind nicht deckungsgleich mit den Baumartengruppen der Waldzustandserhebung, die den Kronenzustand nach Fichte, Kiefer, Buche, Eiche und übrigen Laubbäumen beurteilt. Vor allem beschreiben sie eine Menge eingeschlagenen Holzes und keinen Flächenanteil: Ein hoher Anteil einer Gruppe am Einschlag sagt, wie viel von ihr in diesem Jahr geerntet oder als Schadholz entnommen wurde – nicht, wie viel von ihr im Wald steht.

Siehe auch: Baumartengruppe, Waldzustandserhebung, Holzeinschlag.

Erläutert in der Auswertung: einschlag_baumartengruppe.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 3 Reihe 3.3.1, Tabelle 1.1 „Gesamteinschlag nach Holzartengruppen, Waldeigentumsarten und Ländern“: https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Wald-Holz/Publikationen/Downloads-Wald-und-Holz/holzeinschlag-2030331217005.xlsx?__blob=publicationFile

Holzeinschlag

Die in einem Berichtsjahr eingeschlagene Holzmenge, ausgewiesen in 1000 Kubikmetern ohne Rinde.

Die Menge beschreibt, wie viel Holz geerntet oder als Schadholz entnommen wurde – nicht den stehenden Holzvorrat und nicht die Baumartenzusammensetzung der Waldfläche. Erfasst werden alle Waldeigentumsarten.

Siehe auch: Holzartengruppe, Schadholz, Einschlagsursache.

Erläutert in der Auswertung: einschlag_baumartengruppe, einschlagsursache, schadholzanteil.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 3 Reihe 3.3.1, Tabelle 1.1 „Gesamteinschlag nach Holzartengruppen, Waldeigentumsarten und Ländern“: https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Wald-Holz/Publikationen/Downloads-Wald-und-Holz/holzeinschlag-2030331217005.xlsx?__blob=publicationFile

Kronenverlichtung

Relativer Nadel- oder Blattverlust gegenüber einer voll benadelten beziehungsweise belaubten Referenzkrone.

Die WZE beurteilt den Kronenzustand visuell. Eine verlichtete Krone allein verrät nicht die Ursache der Belastung.

Siehe auch: Schadstufe, Baumartengruppe, Referenzbaum.

Erläutert in der Auswertung: mittlere_kronenverlichtung, kronenverlichtungsklasse.

Quelle: NW-FVA / Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hrsg.), Waldzustandsbericht Niedersachsen 2024, S. 6–9: https://doi.org/10.5281/zenodo.13846347

Level-I-Netz

Großräumiges systematisches Beobachtungsnetz des europäischen forstlichen Umweltmonitorings.

Es dient der räumlich breiten Beobachtung des Waldzustands. Intensiv untersuchte Level-II-Flächen verfolgen einen ergänzenden, stärker prozessorientierten Ansatz.

Siehe auch: Stichprobennetz, Waldzustandserhebung.

Quelle: Thünen Working Paper 84, 2. Auflage (2020), Teile I, III und IV: https://blumwald.thuenen.de/fileadmin/blumwald/WZE/Th%C3%BCnen_Working_Papers/ThuenenWorkingPaper_84_2_20200706_update.pdf

Probebaum

Ein an einem Rasterpunkt des Stichprobennetzes ausgewählter Baum, dessen Krone beurteilt wird.

Die Waldzustandserhebung beurteilt ausgewählte Bäume an systematisch verteilten Waldpunkten, nicht jeden Baum im Wald. Anteilsangaben der Erhebung – etwa der Anteil deutlich geschädigter Bäume – beziehen sich deshalb auf das Kollektiv der Probebäume und nicht auf eine Waldfläche.

Siehe auch: Stichprobennetz, Waldzustandserhebung, Waldanteil.

Quelle: Thünen-Institut für Waldökosysteme, Thünen Working Paper 84.2, 2. Auflage (2020), Teil III, Abschnitt 1, S. III-23–24: https://blumwald.thuenen.de/fileadmin/blumwald/WZE/Th%C3%BCnen_Working_Papers/ThuenenWorkingPaper_84_2_20200706_update.pdf

Referenzbaum

Gedachter voll benadelter oder belaubter Baum, gegen den die Kronenverlichtung geschätzt wird.

Geschätzt wird der Nadel- oder Blattverlust im beurteilten Kronenbereich gegenüber diesem Vergleichsmaßstab, unabhängig von der Ursache. Gemeldet wird in 5-Prozent-Stufen. Für noch lebende Bäume mit über 95 Prozent Verlust ist ein eigener Code vorgesehen; 100 Prozent bleiben abgestorbenen Bäumen vorbehalten.

Siehe auch: Kronenverlichtung, Probebaum.

Erläutert in der Auswertung: mittlere_kronenverlichtung.

Quelle: Thünen-Institut für Waldökosysteme, Thünen Working Paper 84.2, 2. Auflage (2020), IV-5.1.11, Tabelle IV-16, S. IV-50–51: https://blumwald.thuenen.de/fileadmin/blumwald/WZE/Th%C3%BCnen_Working_Papers/ThuenenWorkingPaper_84_2_20200706_update.pdf

Schadholz

Holz, dessen Einschlag auf einen eingetretenen Schaden zurückgeht.

Die Holzeinschlagsstatistik weist den Schadholzeinschlag nach der Ursache aus, die in der Regel zum Absterben der Bäume geführt hat. Er misst eingetretene und aufgearbeitete Schäden, nicht den Kronenzustand der lebenden Bäume. Er ist neben die Waldzustandserhebung zu stellen und nicht mit ihr zu verrechnen.

Siehe auch: Einschlagsursache, Holzeinschlag, Ausfallrate.

Erläutert in der Auswertung: einschlagsursache, ausfallrate, schadholzanteil.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Qualitätsbericht Holzeinschlagsstatistik: https://www.destatis.de/DE/Methoden/Qualitaet/Qualitaetsberichte/Land-Forstwirtschaft-Fischerei/holzeinschlagsstatistik.pdf

Schadstufe

Geordnete Klasse der sichtbaren Schädigung eines Baumes aus Kronenverlichtung und Vergilbung.

Das Register enthält die fünf kombinierten Klassen 0–4. Stufen 2–4 gelten zusammen als deutlich geschädigt; Stufe 1 ist die Warnstufe.

Siehe auch: Kronenverlichtung, Warnstufe, Vergilbung, Deutlich geschädigt, Starke Schäden.

Erläutert in der Auswertung: schadstufe, anteil_deutlich_geschaedigt, anteil_starker_schaeden.

Quelle: Thünen Working Paper 84, 2. Auflage (2020), Teile I, III und IV: https://blumwald.thuenen.de/fileadmin/blumwald/WZE/Th%C3%BCnen_Working_Papers/ThuenenWorkingPaper_84_2_20200706_update.pdf

Starke Schäden

Anteil der Bäume mit mehr als 60 Prozent Kronenverlichtung einschließlich abgestorbener Bäume sowie mit 30 bis 60 Prozent Kronenverlichtung und zusätzlich mehr als 25 Prozent Vergilbung.

Die Vergilbung ist Teil der Definition; eine reine Verlichtungsschwelle beschriebe das Merkmal unvollständig. Mit „deutlich geschädigt“ (Schadstufen 2 bis 4) ist es nicht gleichzusetzen – die beiden Angaben zählen verschiedene Bäume.

Siehe auch: Schadstufe, Vergilbung, Deutlich geschädigt.

Erläutert in der Auswertung: anteil_starker_schaeden.

Quelle: NW-FVA / Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hrsg.), Waldzustandsbericht Niedersachsen 2024, S. 7, Starke Schäden: https://doi.org/10.5281/zenodo.13846347

Stichprobennetz

Systematische räumliche Anordnung der Aufnahmepunkte einer Stichprobenerhebung.

Die WZE untersucht ausgewählte Probebäume an Rasterpunkten, nicht jeden Baum im Wald. Die Länder nutzen teils dichtere Netze als das bundesweite Raster.

Siehe auch: Level-I-Netz, Waldzustandserhebung, Probebaum.

Quelle: Thünen Working Paper 84, 2. Auflage (2020), Teile I, III und IV: https://blumwald.thuenen.de/fileadmin/blumwald/WZE/Th%C3%BCnen_Working_Papers/ThuenenWorkingPaper_84_2_20200706_update.pdf

Vergilbung

Gelbfärbung von Nadeln oder Blättern, deren Umfang am Baum beurteilt wird.

Im Register werden die Berichtsklassen nach betroffenem Anteil der Nadel-/Blattmasse verwendet. Der Klassenanteil an den Probebäumen ist eine andere Bezugsgröße.

Siehe auch: Schadstufe, Kronenverlichtung, Starke Schäden.

Erläutert in der Auswertung: vergilbungsstufe, anteil_starker_schaeden.

Quelle: NW-FVA / Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hrsg.), Waldzustandsbericht Niedersachsen 2024, S. 6–9: https://doi.org/10.5281/zenodo.13846347

Waldanteil

Anteil der Waldfläche an der Gesamtfläche eines Landes, zum Stichtag 31. Dezember.

Die Angabe stammt aus der Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung und beschreibt, wie viel Wald in einem Land steht – nicht, wie es ihm geht. Sie ist keine Bewertung: Ein hoher Anteil ist nicht günstiger als ein niedriger. Aus Waldanteil und Anteil geschädigter Probebäume wird keine geschädigte Fläche berechnet; beide Angaben haben unterschiedliche Bezugsgrößen.

Siehe auch: Probebaum, Waldzustandserhebung.

Erläutert in der Auswertung: waldanteil.

Quelle: Länderinitiative Kernindikatoren, Blatt 15_5 „Waldfläche“, beruhend auf der Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung: https://www.statistikportal.de/sites/default/files/2026-08/AK%20NE%20Nachhaltigkeitsindikatoren.xlsx

Waldzustandserhebung

Regelmäßige Stichprobenerhebung des sichtbaren Kronenzustands von Waldbäumen.

Die Länder erheben den Zustand; eine bundesweite Auswertung ist davon zu unterscheiden. Unterschiede in Stichprobe, Alter und Baumart sind bei Vergleichen zu berücksichtigen.

Siehe auch: Stichprobennetz, Kronenverlichtung, Aufnahmejahr, Probebaum.

Quelle: Thünen Working Paper 84, 2. Auflage (2020), Teile I, III und IV: https://blumwald.thuenen.de/fileadmin/blumwald/WZE/Th%C3%BCnen_Working_Papers/ThuenenWorkingPaper_84_2_20200706_update.pdf